Mikroplastik - Eintrag von synthetischen Fasern in die Umwelt

Nach heutigem Kenntnisstand sind die Quellen der Emissionen von Mikrokunststoffen in die Umwelt sehr komplex. Ein Teilaspekt ist der Eintrag über synthetische Fasern durch den Gebrauch von Textilien. Die Freisetzung von synthetischen Mikrofasern während des Waschprozesses ist dabei nur ein Teilaspekt. Diese Freistzung ist als punktueller Eintrag technologisch sicherlich beherrschbar und wird im industriellen Anwendungsbereich schon weitgehend realisiert.

Es ist anzunehmen, dass der kurzfristig effektivste Weg zur Vermeidung von Emissionen synthetischer Mikrofasern in Gewässer während des Waschprozesses die Konzentration auf den Einsatz von hocheffizienten Filtrationstechnologie-Lösungen im Abwassermanagement der Betreibergesellschaften im Nicht-Haushaltsbereich liegt.

Eine nicht unbedeutende Größe ist die diffuse Freisetzung von synthetischen Fasern bei der Produktion und Anwednung von Textilien nach dem Verursacherprinzip.

Es gibt noch keine standardisierte industrielle Prüfung oder Kennzeichnung von Garnen, Stoffen, Bekleidungsstücken oder sonstigen Textilprodukten, die primäre Informationen über die Freisetzung synthetischer Mikrofaser in die Umwelt liefern. Es könnte deswegen ermutigend sein, Anstrengungen in diese Richtung zu liefern.